Fashion Revolution: #whomademyclothes and all that jazz

23. April 2018 00:00 • Noor Veenhoven

Fashion Revolution:  #whomademyclothes and all that jazz

Die Mode-Revolution wächst! Immer mehr Menschen hinterfragen, woher ihre Kleidung kommt, wer sie hergestellt hat und unter welchen Umständen. Dennoch bleibt es manchmal schwierig, die Marken zu meiden, die nicht so sehr an verbesserte Umstände interessiert sind. Nur weil es so viel einfacher ist, bei den großen fast Fashion Marken einzukaufen, oder weil man bei einigen nicht so fairen Marken wirklich super schöne Klamotten findet? Ihr habt jetzt die Chance, genau diese Marken auf ihr Verhalten anzusprechen und sie zu ermutigen, es besser zu machen. Dafür steht diese Woche, die Fashion Revolution Week (23.-29. April), dies ist die Woche, in der wir die Marken fragen: #whomademylclothes?

Wie alles begann: Der Zusammenbruch von Rana Plaza

Diese Woche ist eigentlich eine Erinnerung an ein sehr trauriges Ereignis, das vor fünf Jahren stattfand. Am 24. April 2013 brach in Bangladesch eine Bekleidungsfabrik namens Rana Plaza zusammen. Mehr als 1135 Menschen wurden getötet und mehr als 2500 verletzt. Es war kein Zufall, dass dieses Gebäude einstürzte. Es stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter, die hier arbeiteten, bereits vorher gemeldet hatten, dass sie das Gebäude unsicher fanden. Risse in der Decke und nicht vorhandene Notausgänge, waren nur einige der Probleme um die sich niemand kümmerte bis es zu spät war. Nach der Katastrophe stellte sich heraus, dass einige der größten Bekleidungsmarken ihre Kleidung hier produzieren ließen. Beispiele hierfür sind C & A, Mango, Benetton, Primark und Inditex (übergreifend Zara, Bershka etc.) ...

 

Das erste Mal? Oder zum ersten Mal in den Nachrichten?

Rana Plaza war nicht die erste Bekleidungsfabrik, in der diese Zustände Normalität waren. Und es war auch nicht die Erste, in der Menschen starben. Aber die Katastrophe war anscheinend endlich groß genug, um die Welt aufzuwecken. Groß genug, um berichtenswert zu sein und groß genug, um Veränderungen zu erzwingen. Es gibt immer noch genug Fabriken, in denen Bedingungen wie in Rana Plaza die normalste Sache der Welt sind. Nichtsdestotrotz werden nun endlich Schritte unternommen, um eine Veränderung herbeizuführen. Die Geburt der Fashion Revolution.

 

Die Macht des Verbrauchers

Klar ist, es muss sich etwas ändern, denn wir wollen mit unserer Kleidung nicht noch mehr Blut vergießen? Die einfache Lösung ist natürlich: weniger Kleidung und diese ehrlich und nachhaltig zu kaufen (dabei helfen wir gerne;)). Aber wenn ihr von den Marken kauft, bei denen ihr nicht wirklich wisst, unter welchen Umständen die Ware produziert wird, fragt sie! Fragt in den Geschäften oder über die sozialen Medien. Sendet E-Mails oder ruft in der Hauptzentrale der Marke an. Alles ist möglich und alles ist erlaubt. Fragt nach Antworten!  Denn wenn wir alle auf diese Weise zeigen, wie wichtig es für uns ist, wird es sicherlich Veränderungen geben.

Schwierig zu glauben? Werft einen Blick auf die großen Modeketten, H & M, Mango, Zara, sie alle haben nachhaltigere Kollektion entwickelt. In wie fern, dies nur Marketing ist, lasse wir mal dahingestellt, aber es zeigt, dass wir gehört werden. Wenn wir weiter drängen, dann müssen sie sich dem Willen unserer Kaufkraft beugen. Mit jedem Euro den wir ausgeben, wählen wir für die Zukunft die wir wollen.

 

#Whomademyclothes

Diese Woche fragen wir die Bekleidungsindustrie "Wer hat meine Klamotten gemacht?", dafür steht die Fashion Revolution Week. Wie kannst du teilnehmen? Drehe dein Kleidungsstück um, zeige das Label und poste ein Foto auf Facebook, Twitter und / oder Instagram. Markiere die Marke darin und frage mit dem Hashtag #whomademyclothes wer deine Kleidung hergestellt hat.

 

Gemeinsam können wir etwas verändern!

Zusätzlich zu dieser Aktion, gibt es diese Woche weltweit großartige Fashion-Revolution-Events auch bei uns in Deutschland. Dokumentationen, Vorlesungen, Kleidertausch-Events und vieles mehr findest du sicher auch in deiner Nähe, schau doch mal hier:

https://www.fashionrevolution.org/europe/germany/

In jedem Fall werden wir diese Woche mit kritischem Blick durch unseren Kleiderschrank gehen, um zu fragen, wer unsere Kleidung gemacht hat. Nimmst du teil? Tagge uns mit dem Hashtag #projectcece und wir teilen deinen Post weiter. Mal sehen, wie viele Marken wir erreichen können!

 

Doch eines wollen wir nicht vergessen. Obwohl die Fashion Revolution Week als eine Woche im Jahr heraussticht, wollen wir auch in den anderen 52 Wochen des Jahres für faire Arbeitsbedingungen kämpfen.

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Kategorie: Events

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