Global Goals Jam 2017

17. September 2017 19:21 • Jana Kerkhoff

Global Goals Jam 2017

In mehr als 25 Städten überall auf der Welt fand vom 15.-17. September der Global Goals Jam statt. In San Francisco, Rio de Janeiro, London, Bangkok und auch in Enschede haben sich Studenten und junge Visionäre zusammengetan, um an Lösungen für die 17 globalen Ziele der Vereinten Nationen zu arbeiten. Diese 17 Globalen Ziele, die 2015 beim Gipfel der Vereinten Nationen zusammen mit den führenden Politikern dieser Welt gesetzt wurden, sollen bis 2030 erfüllt werden. Also wird es langsam Zeit anzufangen. 

Ich hatte die Ehre beim Global Goals Jam der University of Twente Enschede dabei zu sein. Jeder Jam auf dieser Welt, der an diesen Tagen stattfand, setzte den Fokus des Wochenendes auf 4-5 der 17 globalen Ziele. Für Enschede waren diese:

Ziel Nr.  1. No Poverty- Keine Armut
Ziel Nr.  2. No Hunger- Kein Hunger
Ziel Nr. 4. Quality Education- qualitativ hochwertige Bildung
Ziel Nr. 11. Sustainable Cities and Communities- Nachhaltige Städte und Gemeinden

Das Ziel des Global Goals Jam ist es in multidisziplinären Teams Lösungsansätze für diese Ziele zu finden. Dafür konnte man bereits bei der Anmeldung ein globales Ziel wählen, welches einem besonders am Herzen liegt. Für mich war dies Ziel Nr. 1 No Poverty. Warum no Poverty? Wenn man sich alle Ziele anschaut ist, meiner Meinung nach, dies die Grundlage dafür, dass auch alle anderen Ziele erreicht werden können; die Bekämpfung und Eliminierung von Armut. Hier für euch alle Globalen Ziele im Überblick.

Global Goals

Aber nun mal dazu wie diese Lösung der Globalen Ziele überhaupt von statten geht. Am Freitag morgen um 9 Uhr ging es los, Treffpunk Design Lab Universität Twente. Die meisten Teilnehmer sahen zu Beginn noch ziemlich verschlafen aus und auch ich nippte erstmal noch müde an meinem Tee. Doch sobald unsere Moderatorin das Mikro in die Hand nahm und uns berichtete worauf wir uns da eigentlich eingelassen hatten saßen wir schnell aufrecht auf unseren Stühlen. Das was sie sagte hörte sich super spannend an. Lemonaid, Unicef und die Provinz Overijssel unterstützten den Global Goals Jam als Sponsoren und hatten jeder ein genaues globales Ziel vor Augen.

Nach der Einführung und Vorstellung des Konzepts und des Programms der nächsten zwei Tage ging es an die Gruppenbildung. Erst eine kurzen Vorstellungsrunde, gefolgt vom Bau unseres Team-Maskottchens aus Lego Steinen und ab ging es mit Phase 1 des Global Goals Jam. Hierfür stand uns Tessa von Lemonaid NL für Fragen und Antworten zur Seite um den Hintergrund, der von Lemonaid gestellten Challenge zur Armutsbekämpfung, bis ins Detail zu verstehen: Wie können wir aus den Konsumenten von Fairtrade Produkten eine unterstützende Gemeinschaft schaffen, damit soziale Projekte in Entwicklungsländern noch größere Kreise ziehen? (How can we change sonsumers of fairtrade products nto a community of supporters, in ordert o increase the impact of social projects in developing countries?)

Alles klar, also ging es Lemonaid und CharyTea schlürfend an die erste Brainstorming Session. Thinking outside the box war hier gefragt und somit kamen uns Whiteboard, Papierbögen, Post-it´s und Aufkleber zur Hilfe um unsere Ideen zu sammeln, zu filtern und zu sortieren. Ich kann euch sagen, dieses „out of the box thinking“ kann einen manchmal echt frustrieren, wenn die richtigen Ideen einfach nicht kommen wollen. So ging meine Gruppe und ich durch einen Nachmittag voller Ups und Downs, Kaffepausen, Kritzeleien, Knetmännchen, nicht ganz jugendfreien Witzen und tiefsinnigen Gesprächen bis wir gegen frühen Abend endlich eine greifbare Idee hatten.
Become a LemonaiderWir wollen die heutigen Technologien und sozialen Medien nutzen, um den Konsumenten und die Tee- bzw. Obstbauern näher zusammen zu bringen und somit Transparenz und grenzübergreifende Kommunikation zu fördern. So wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass echte Menschen hinter den Produkten stecken, die wir Tag für Tag konsumieren. Um diese Idee an Tag zwei vor den anderen Jam-Teilnehmern präsentieren zu können, musste diese natürlich ausgearbeitet und visuell anschaulich verpackt werden. Also haben alle Gruppen den ersten Teil von Tag 2 des Global Goals Jams dazu genutzt einen Prototypen zu bauen, sich gegenseitig Feedback zu geben und den späteren Pitch vorzubereiten.

Am Nachmittag des zweiten Global Goals Jam Tages kamen wir dann zum absolut spannendsten Teil des Wochenendes, nämlich zu sehen, woran alle Gruppen die letzten zwei Tage so intensiv gearbeitet haben. Hier eine kurze Zusammenfassung der Lösungsansätze:

Ziel Nr. 1. No Poverty
Design der Lemonaid und ChariTea Flaschen als interaktive Verbindung zwischen dem Konsumenten und den Obst & Tee-Bauern.

Ziel Nr. 2. No Hunger
Ultra leichte bzw. self-made Biogasanlagen für Gemeinden in Indonesien.

Ziel Nr. 4. Quality Education
Bildungs-Apps für Flüchtlingskinder während der Flucht und in Flüchtlingscamps.

Ziel Nr. 11. Sustainable Cities and Communities
Recycelte Kleidung als Wärmedämmung von Gebäuden.
Biologisch abbaubare Plastikverpackung aus abgelaufenen Milchprodukten.
Smartphone Erinnerung zum Beachten des Ablaufdatums der eingekauften Lebensmittel und Tipps zur rechtzeitigen Verwertung.

Leider kann ich durch diesen Post nicht der kompletten Bandbreite der Konzepte gerecht werden aber ich kann ein Sache versichern: Nicht nur war ich nach diesen zwei Tagen super stolz auf unsere Zusammenarbeit und unser Konzept, sondern auch sehr überrascht was eine Gruppe von jungen Menschen innerhalb von 2 Tagen bewirken kann. Jetzt geht es natürlich darum, dass die Sponsoren des Global Goals Jams diese Konzepte richtig nutzen und in die Tat umsetzen. Ich für meinen Teil habe super viel gelernt und tolle Menschen getroffen mit denen ich unheimlich inspirierende Gespräche führen durfte. Und ich bin mir sicher, wenn all die, die Ideen, Antrieb und Motivation dafür haben die Welt zu verändern zusammenarbeiten, dann können wir das gemeinsam schaffen.

Herzlichen Dank an die Universität Twente für die Organisation des Global Goals Jams 2017 und Danke an Lemonaid für die Zusammenarbeit. 

 

 

Bildquellen:
http://futureforall.net/portfolio-item/global-goals/

 

 

 

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Kategorie: Events

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